Weihnachten und Erwartungen


Normalerweise ist Mittwoch Blog-Time. Just heute ist der 1. Weihnachtsfeiertag. Daher gibt es heute nur ein paar kurze Gedanken von mir.


Ich persönlich mag Weihnachten sehr! Du auch? Was aber ist es genau, was wir mögen? Bei mir ist es: Ruhe, Rückzug, Ausschlafen, im Schlafanzug bis Mittags rumlümmeln, mal nicht sofort Mails checken, Zeit für Gespräche mit meinem Mann und zum Spielen mit Nichten und Neffe. Meditieren während der sogenannten Rauhnächte (ab dem 25.12.), in denen sich der Meditations-Flow leichter und intensiver einstellt. Ich kann die Ruhe genießen, weil alle anderen ebenfalls für sich sind - und keinerlei Erwartungen an mich haben. Ich glaube, das ist für mich am schönsten. Ich kann einfach ich sein.


Hast du Erwartungen Weihnachten betreffend? Wenn nicht, herzlichen Glückwunsch, dann hast du bestimmt auch keinerlei Stress mit dem Fest. Ich habe letzten Samstag zufällig beim Autofahren im Radio gehört, dass eine Moderatorin an ihre Familienmitgliedern Zetteln mit "Do's" and "Don'ts" an Heiligabend verteilt: Also z.B. nicht die Vegetarierin fragen, ob sie ausnahmsweise doch mal Fleisch essen würde. Oder bei den Do's: Komplimente verteilen, zuhören, Opa nach seiner Kindheit fragen. Wow, war mein erster Gedanke, wie anstrengend muss das sein. Was ist die Erwartungshaltung? Wahrscheinlich Harmonie, was sich ja, glaube ich, jeder von uns wünscht. Braucht es dafür Zettel? Nur wenn ich glaube, dass ich für die Harmonie für alle verantwortlich bin - was ich aber definitiv nicht bin.


Vielleicht wäre es eine gute Idee, sämtliche Erwartungen an andere Menschen komplett über Bord zu werfen. Ich kann allein für mich entscheiden, wie ich mich verhalten möchte. Niemand ist dafür verantwortlich, ob ich schöne Weihnachten habe. Außer ich selbst.


Das wäre aus meiner Sicht grundsätzlich eh eine gute Idee: Erwartungen einfach sein lassen. An sich selbst. Von anderen. An andere. Wie fühlt sich das für dich an? Spüre nach!


"Erwartungen anderer Menschen sind Erwartungen anderer Menschen." Sonst nix. Ich kann ihnen entsprechen, muss aber nicht. Ich kann Wünsche äußern, habe aber kein Recht darauf, dass andere sie erfüllen. Und letztlich sind es auch allein meine Erwartungen, die enttäuscht werden können.


Ich kann die Erwartung haben, dass ich für die Familie ein perfektes Fest organisieren muss. Natürlich noch viel besser als das letzte - viel besser als das damals bei der Schwiegermutter oder bei der Schwägerin - mit natürlich viel abwechlungsreicherem Essen als das, was die Schwiegertochter aufgetischt hat. Ich kann es aber auch lassen, tief durchatmen und zur Abwechslung mal die anderen fragen, wie sie das Ganze so sehen. Nur weil man es "immer so" gemacht hat, heißt das ja nicht, dass man es nicht auch mal "anders" machen könnte. Über den Sinn von Weihnachten kann man sicherlich diskutieren, aber ich denke, wir sind uns einig, dass "noch mehr Stress" es nicht sein kann, oder?


Was bereitet dir Stress an Weihnachten? Was ist genau? Nimm das Gefühl wahr.

Wenn es etwas ist, was du ändern kannst, dann ändere es.

Wenn es etwas ist, was du nicht ändern willst, dann ändere deine Einstellung dazu.

Und nur für den Fall, dass es etwas Altes ist wie eine alte Erinnerung, ein alter Schmerz, Gefühle von Enttäuschung, sich zurückgesetzt oder ausgeschlossen zu fühlen, alles in dieser Art - dann nimm dir vor, gleich im neuen Jahr diese Energien daraus zu befreien.

Gerne mit meiner Hilfe! Für ein dann wirklich unbeschwertes Weihnachten in 2020!


In diesem Sinne:

Frohe Weihnachtstage mit viel Zeit und Muße, das zu tun, wonach dir ist, bzw. nichts zu tun.

Licht und Liebe

Corinna


Danke an Pixabay für's Foto!






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© 2020 Corinna Agrusow-Randt

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