Was willst du? Werde konkret! Entdecke dein Ziel hinter dem Ziel!



Offenbar hat das Thema "Aus einem Wunsch ein Ziel machen" des letzten Blog-Beitrages den Nerv von einigen LeserInnen getroffen. Ich danke für Euer Feedback! Ein Mann äußerte den Wunsch, dass ich mehr zu den einzelnen Punkte schreibe möge. Sehr gerne! Im heutigen Beitrag vertiefe ich daher den ersten Punkt, den wir uns genauer anschauen müssen, wollen wir aus einem Wunsch ein Ziel machen, dessen Erreichung uns auch Erfüllung bringt und an dem wir über einen längeren Zeitraum gerne arbeiten.


1. Weil unser Wunsch nach Veränderung mehr als diffus ist. Wir sind nicht wirklich klar, was wir wie genau wollen.


Ein häufig zu Beginn eines neuen Jahres geäußerter Wunsch nach Veränderung lautet "gesünder leben". Ein Klassiker, an dem wir die Schritte zum Ziel gerne gemeinsam näher beleuchten können.


Wenn das auch dein Wunsch sein sollte, nimm dir Stift und Zettel und folge unserem imaginären Dialog: Was heißt "gesünder leben" für dich ganz persönlich? Es bedeutet dir etwas anderes als deiner Partnerin, deiner Mutter oder deinem Kumpel aus dem Sportstudio. Also: Was GENAU heißt für dich gesünder leben?

- abnehmen?

- Bewegung?

- weniger Junk Food?

- mehr schlafen?

- meditieren?

- vegetarisch/vegane Ernährung einführen?

usw. usw. Ich denke, der Punkt ist klar.


Nehmen wir an, du sagst mir jetzt "mehr bewegen". Ok. Ich würde dir jetzt eine Gegenfrage stellen: Wie viel bewegst du dich aktuell in deinem Alltag? Vielleicht vergisst du ja all das, was du bereits schon tust: den Weg zum Zug, das Treppensteigen, mit den Kindern zum Kindergarten und zur Schule gegen etc. Wenn du magst, schreib dir das doch gleich auf.

Angenommen, deine Antwort lautet "ich beweg mich gar nicht", wäre der nächste Schritt zu schauen, was du mit "mehr Bewegung" verbindest. Warum willst du dich mehr bewegen? Was ist das Ziel hinter dem Ziel? Eine Antwort (von vielen) könnte lauten: Ich bin erst 40 Jahre alt, komme aber jetzt schon beim Treppensteigen ins Schnaufen. Also geht es dir um ein Mehr an körperlicher Fitness. Und das Ziel hinter dem Ziel könnte daher lauten: Bis Ende Juni schaff ich 3 x die Treppe im Büro hoch und runter ohne zu schnaufen.


Merkst du's? Von "gesünder leben" sind wir bei einem konkreten Ziel gelandet: Bis Ende Juni schaff ich 3 x die Treppe im Büro hoch und runter ohne zu schnaufen.


Nächster Schritt: Wie sieht dein Plan aus, um dorthin zu gelangen?


Deine mögliche Antwort lautet: "Ich gehe jetzt einmal die Woche spazieren." Genauer, bitte: "Ab sofort gehe ich einmal pro Woche für mindestens 1 Stunde spazieren. Ich nehme mir den Hügel hinter dem Haus vor. Bislang brauche ich für den Weg nach oben 45 Minuten. Mein Ziel ist es, den Weg in weniger als 40 Minuten zu schaffen - egal, wie lange ich dafür brauche." Das klingt doch schon ziemlich gut, oder?


Kommen wir zum Nebensatz, den ich letzte Woche schrieb "... erst recht machen wir uns keine Gedanken darüber, wie hoch der Preis dafür sein wird (Zeit, Energie, Geld ...)" Also, was ist der Preis in unserem Beispiel: Ich muss mir in meinem Kalender die 1 Stunde wie einen festen Termin MIT MIR SELBER eintragen. Keine Ausrede! Welcher Tag kommt dafür überhaupt in Frage? Du schaust dir deinen übervollen Terminkalender an und denkst, eigentlich geht nur der Sonntag vormittag. OK! Dann ist der Sonntag Vormittag also ab sofort dein Termin mit dir selbst. 60 Minuten, um den Hügel immer schneller hoch und wieder runter zu laufen ... Vielleicht brauchst du noch ein paar neue Laufschuhe, aber mehr i.d.R. wirklich nicht. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein Schrittzähler hilft ... hat man ja heute auf dem Handy.


Als nächstes würde ich dich fragen: Was könnte dich von den Schritten auf deinem Weg zum Ziel abhalten? Notiere dir deine eigenen Einwände! Was könnte passieren?

- das Wetter ist zu schlecht

- einmal die Woche will ich ja auch mal ausschlafen

- allein laufen macht keinen Spaß

- meine Frau/meine Kinder/meine Katze könnten was dagegen haben

- ich bin so oft zum Brunchen sonntags verabredet, wie soll ich das dann machen?


Hier sind wir bei unseren inneren Anteilen gelandet. Irgendwer in uns will anscheinend etwas anderes. Wie lauten deine Lösungen? Deine Kompromisse mit dir selbst? Welche Alternativen kannst du dir selbst bieten? Geht vielleicht doch auch mal alternativ der Mittwoch? Geht deine Freundin vielleicht gerne mit dir laufen? Kannst du den Brunch um eine Stunde verschieben, damit du vorher deine Runde drehen kannst? Es gibt Möglichkeiten über Möglichkeiten, gestatte dir die für dich beste Lösung zu finden. Und: Schreib diese alternativen Möglichkeiten auf!


Verliere bei allem dabei nie das Ziel hinter dem Ziel aus dem Blick: Du drehst Sonntag morgens deine einstündige Runde, um in 6 Monaten nicht mehr ins Schnaufen zu geraten, wenn du mit den Kollegen die Treppe nach dem Mittagessen hochläufst. Stell dir vor, wie das sein wird, wie du dich fühlen wirst ... das ist deine Belohnung für eine Stunde früher aufstehen am Sonntag.


Nächste Woche werde ich noch ein paar Regeln zum Thema "Ziele setzen" mit dir teilen. Freu mich, wenn du wieder dabei bist. Wenn du Fragen hast, schreib mir. Oder du hast einen so großen Wunsch, dass du dich überfordert fühlst, diesen in kleine überschaubare Happen zu teilen, dann wende dich an mich. Gern stehe ich dir mit meinem Wissen und meiner Erfahrung zur Seite. Dafür bin ich als Coach ja schließlich da! Würde mich freuen, wenn du Kontakt mit mir aufnimmst. Geh es an! Wann, wenn nicht jetzt? Ruf mich an oder sende mir eine Mail an glueck@corinna-agrusow.com.


Licht & Liebe, Corinna


Danke an Pixabay für das schöne Titelfoto!



12 Ansichten

© 2020 Corinna Agrusow-Randt

  • Facebook
  • Instagram