Was sind eigentlich "Lichtarbeiter"?



Unter den Punkten, die mein Coaching-Angebot umfasst, steht auch "Lichtarbeiter-Coaching". Doch was sind Lichtarbeiter überhaupt? Wen meine ich damit? Vielleicht fragst du dich ja, ob du selbst einer bist? (Da du einen spirituellen Blog einer spirituellen Coach liest, ist die Wahrscheinlichkeit dafür sehr hoch!!!) Deswegen möchte ich im heutigen Beitrag gerne darüber schreiben.


Lichtarbeiter sind Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben, ihr innerstes Licht zu finden und es scheinen zu lassen. Sie scheuen keine Mühen, um Blockaden und Hindernisse, die ihnen in den Weg gelegt werden (oder die sie sich selbst in den Weg gelegt haben) aufzulösen bzw. zu umgehen. Der Weg des Lichtarbeiters ist zunächst ein Weg nach innen. Es ist, darüber habe ich die letzten beiden Wochen geschrieben, ein ganz individueller spiritueller Weg.


Und: Der Weg ist ein Prozess. Natürlich. Ganz ehrlich: Ich glaube, er geht bis zum Ende diesen Lebens.


Was passiert im Laufe des Prozesses?

  • Du lernst dich selbst immer besser kennen, deine Stärken und Schwächen, was du magst und was nicht. Was du nicht magst, kannst du trotzdem sein lassen.

  • Du stellst fest, dass du vieles von den Dingen, die du vorher gemacht hast, auf einmal nicht mehr machst. Vor allem Dinge, die ablenken (zu viel Fernsehen zum Beispiel).

  • Du bist gerne bei dir

  • Du kommst ganz automatisch in meditative Zustände und erlebst immer öfter einen Flow

  • Du wirst unabhängiger von der Meinung, den Wünschen und den Erwartungen anderer

  • Indem du das erkennst, wirst du freundlicher zu dir und den Menschen um dich herum, denn ihre Erwartungen sind schließlich nur das - ihre Erwartungen. Du weißt, dass du ihnen in keinster Weise entsprechen musst.

  • Du siehst immer verschiedene Möglichkeiten und du lernst, dass du die Wahl hast

  • Du lernst, deine Gedanken und Gefühle zu hinterfragen und zu kontrollieren

  • Das macht dich viel ausgeglichener und friedfertiger, denn du wechselst vom fremdbestimmten Opfer-Modus in den selbstbestimmten Schöpfer-Modus

  • Du bist dankbar

  • Du lernst deine innere Stimme kennen und fängst an, auf sie zu hören

  • Bei Entscheidungen, die anstehen, hörst du nicht länger allein auf die laute Stimme deines Egos, sondern auch auf die deiner Seele

  • Du wirst ein sehr viel angenehmerer Zeitgenosse

Gibt es auch "Neben"wirkungen? Klar, keine Hauptwirkung ohne Nebenwirkung, das möchte ich hier nicht verschweigen. Durch deine innere Arbeit veränderst du dich. Das wirst du feststellen, aber auch andere. Wenn du deine Energien hin zu mehr Licht in dir hochschwingst, bleibt einiges auf der Strecke, was nicht mehr diesen höher schwingenden Energien entspricht. Das passiert schleichend und ist dir vielleicht auch nicht sofort bewusst. Du könntest anfangs sogar denken, Menschen um dich herum verändern sich, und das nicht zum Besseren. Aber es bist du, der sich schwingungsmäßig verändert - und damit gehst du mit anderen Energien in Resonanz.


Ein Beispiel: Du bist immer öfter recht gut gelaunt, du bist freundlich, dankbar, ausgeglichen. Das, was dir nicht passt, hast du identifiziert und bist dabei, es aus deinem Leben zu werfen bzw. es zu verändern (was du verändern kannst). Du lernst immer besser zu unterscheiden, was in deiner Macht steht zu verändern - und was nicht. Und auch wenn du dich immer wieder mal ärgerst, kommst du recht schnell zurück in deine Mitte.

Dir fällt auf, dass die meisten deiner Kollegen echt schlecht gelaunt zur Arbeit kommen. Sie motzen, immer sind die anderen an allem Schuld, ihre Witze, über die du früher lachen konntest, empfindest du auf einmal als schal. Irgendwann sagst du zu ihnen: Hey, Euch zwingt keiner hier zu sein! Wie wäre es mal wieder mit ein bisschen Freude an dem, was wir hier gemeinsam tun? Sei versichert, die Wahrscheinlichkeit, dass sie DICH für ver-rückt halten, ist ziemlich groß.

Als Folge von solchen Erlebnissen ziehst du dich von alten Bekannten, Freunden und möglicherweise auch Familienmitgliedern zurück, aber ganz ohne Drama. Es passiert einfach: Eure Welten entfernen sich voneinander. Dafür lernst du neue, spannende Menschen kennen, die sich wundersamerweise auch auf dem Weg befinden und mit denen du dich austauschen kannst.


Was das mit Lichtarbeitern zu tun hat? ALLES! Sie behalten ihre Freundlicheit, ihre Wertschätzung und ihr inneres Gleichgewicht. Wenn man das Licht in sich entdeckt/entdeckt hat, versteht man, dass die anderen es auch haben - dort ist es meist leider unter einem Haufen Schutt (bildlich gesprochen) verschüttet. Man zieht Grenzen, ohne andere herabzuwürdigen oder respektlos zu sein.


In einer Meditation am vergangenen Wochenende wurde mir angedeutet, dass der Begriff "Arbeit" bei Lichtarbeit nicht soooo prickelnd sei. Es gehe ja schwerpunktmäßig nicht um "Arbeit", also um TUN, sondern vielmehr um SEIN. DU BIST EIN LICHTARBEITER. Und nicht: Du arbeitest als solcher. Das leuchtet ein, oder? Aus diesem Grund sollten wir uns vielleicht auf "im-Licht-Seiende" einigen?


Die größten Lichtarbeiter, so meinen die geistigen Freunde, sind oft die, die sich selbst nie so bezeichnen würden. Die größten Alltags-Helden sind tatsächlich die, die am Ende eines langen, ermüdenden Arbeitstages noch immer ein Lächeln und freundliches Wort für ihre Mitmenschen aufbringen können. Sie zeigten mir das Bild einer Verkäuferin in einer Bäckerei, die gerade die Tür schließen will - und dem heraneilenden letzten Kunden dann doch noch freundlich die Tür offen hält und ihm das letzte Brot verkauft.


Also, die "Arbeit", die Lichtarbeiter tun, ist, das eigene Licht zu entdecken und es leuchten zu lassen. So dass andere Menschen sich inspirieren lassen können. Alles, was man sonst noch TUN könnte (z.B. Meditation für den Weltfrieden o.ä.) ist durchaus wichtig und richtig und nicht zu unterschätzen. Gegen das TÄGLICHE FREUNDLICHE SEIN kommt das TUN aber nicht an.


Was meinst du dazu? Hast du vielleicht noch eine Frage? Ich freu mich, wenn ich sie dir beantworten kann.


Licht & Liebe, Corinna


Mit bestem Dank an Pixybay.com für die hier verwendeten Fotos!








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© 2020 Corinna Agrusow-Randt

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