Was passiert eigentlich energetisch, wenn wir wünschen?




Im Zusammenhang mit unserem Thema von vergangener Woche hatte ich auf Instagram die J/N-Frage gestellt, ob Glück gleichbedeutend sei mit dem Erreichen der persönlichen Ziele. Für 90 % war es das! Eine für mich erschreckend hohe Zahl - und ein weiteres Indiz dafür, warum Menschen heute so gestresst sind.


Nur für's Protokoll: Ich bin nicht gegen Wünsche und Ziele. Ich bin durchaus für Klarheit, was meinen eigenen Lebensweg betrifft. Ich selbst habe mir immer wieder Ziele gesetzt und arbeite immer wieder/noch daran. ABER: Wir sollten uns heute ruhig mal mit den Schattenseiten des Wünschens beschäftigen bzw. des unbedingt-Ziele-erreichen-Wollens.


Machen wir es an einem aktuellen Beispiel verständlich: Eine Klientin von mir, nennen wir sie Karin, wünscht sich sehnlichst einen Partner an ihrer Seite. Sie geht bereits einige Jahre unfreiwillig als Single durchs Leben. Sie ist über 45 - und inzwischen fest davon überzeugt, dass alle guten Männer entweder vergeben oder besch... sind.


Lässt sich aus ihrem Wunsch nach einer Partnerschaft ein Ziel ableiten? Wir erinnern uns, dass wir in unsere Zielsetzungen keine anderen Menschen mit einbeziehen können, da wir das einzig und allein für uns selbst tun können. Also das Ziel: "Bis Ende 2020 bin ich verheiratet!" z.B., ist sicher kein Ziel für Karin gemäß unserer Definition von vorletzter Woche.


Jedes Mal, wenn wir uns sehen, höre ich sie seufzend sagen: "Ich habe immer noch niemanden kennengelernt! Jetzt wünsche ich mir doch schon so lange einen Partner!" Natürlich hat sie Bücher wie "Bestellungen beim Universum" oder "The Secret" gelesen - und da wohl was missverstanden. Als ob Wünschen allein reichen würde, im Gegenteil. Mit ihr passiert energetisch etwas, das nicht leicht zu verstehen ist: Wenn Karin sich einen Mann wünscht, sich vorstellt, mit ihm gemeinsam ihren nächsten Geburtstag zu verbringen oder einen Urlaub am geliebten Bodensee, wenn sie überall Fotos von glücklichen Paaren aufhängt, Affirmationen in der Wohnung verteilt und sich jeden Abend ihren Traumprinzen visualisiert: Wo ist sie da? Ganz klar in der Energie des Mangels!


Auch wenn sie glaubt, in der Energie ihres Wunsches zu sein, so spricht ihre Aura Bände. Durch die ständige Beschäftigung mit ihrem Wunsch (also des Zustandes, den sie gerade nicht hat) bleibt sie in der Energie dessen, was sie nicht will. Sie fühlt mit ihrem ganzen Wesen, dass mit ihr irgendetwas nicht zu stimmen scheint, ihre Angst, dieser Zustand werde sich nie ändern, die Fragen ihrer Familie ... all diese Mangel- und Angstenergien sind so präsent in ihrem Gesamtsystem, dass sie tatsächlich - rein energetisch - genau mit dem in Resonanz geht, was sie ja eigentlich nicht will.


Wir können uns leicht ausmalen, was passiert, wenn sie mit diesen Energien auf einen Mann trifft, den sie und der sie sympathisch findet. Da sie im Mangel ist, wird das mit einer erfüllenden Partnerschaft nix. Oder, ebenfalls bedenklich, der Mann ist rein energetisch gesehen genauso im Mangel wie sie - dann wird's für beide schwierig, wenn sie nicht erkennen, welchen "Tanz des Mangels" sie da gerade gemeinsam aufführen. Wird es im Laufe der gemeinsamen Zeit dagegen beiden bewusst, kann das der Beginn von Herzens-Heilung für beide Seiten bedeuten.


Was ist also Karin zu raten? Welches Ziel könnte sie angehen? Gute Frage, nicht wahr?


Wenn ich mit einem "Traumprinzen" in Resonanz gehen will, bleibt mir nichts anderes übrig als mich auf die Ebene der "Traumprinzessin" hochzuschwingen - und dort zu bleiben. Nur so kann das Gesetz der Resonanz mir das liefern, was ich möchte. Sich selbst in einen Zustand von Selbstliebe zu bringen, ist für Menschen wie Karin - wie für meisten von uns - ein langer Weg. Ein spiritueller Weg. Es hilft zu wissen, dass auch Traumprinzen sich i.d.R. auf dem Weg dorthin befinden, d.h. ich muss nicht das Ziel 100% Selbstliebe erreichen. Was uns als Menschen eh kaum gelingen wird!


Ein Ziel könnte also lauten: "Ich fühle mich Ende 2020 deutlich wohler mit mir selbst". Klingt etwas schwammig. Daher greifen wir zu einem Trick: Wo auf meinem Wohlfühl-Barometer zwischen 0 und 10 befinde ich mich gerade (0 = mir ging es nie schlechter; 10 = mir geht's supergut)? Nehmen wir an, Karin sagt, sie befindet sich aktuell bei 3,5 auf ihrer persönlichen Skala. Ok., dann ließe sich ihr Ziel daran festmachen (wir erinnern uns, es braucht überprüfbare Größen!), dass sie Ende 2020 bei mindestens 8 sein möchte. Der Wechsel des Fokus weg von dem, was sie (noch) nicht hat, zu dem, was essentiell für das eigene Leben ist (Selbstliebe), der Beschäftigung mit sich selbst und dem eigenen Wohlsein, vor allem mit der Überlegung, was kann ich selbst für mich tun, das alles transformiert die Mangel-Energien des bloßen Wünschens.


Also nix mehr wünschen? Doch, klar, warum nicht? Ich kann mir eine Welt voller Liebe und Frieden wünschen/vorstellen, ich kann auch einfach im Gras liegen, wie ein Kind, die Welt vergessend, im Hier und Jetzt sein, mit mir und allem im Reinen sein, Tagräumen nachhängen, dabei meine Seele fragen, ob sie noch einen Tipp für mich hat.



Wichtig ist nur, dass wir immer aufpassen, in welchen Energien wir uns gerade befinden.

Geht es mir schlecht? Dann bin ich im Mangel und strahle das in die Welt.

Geht es mir gut? Dann ist alles prima und die Welt freut sich über meine positiven Vibes!


Wenn du mit diesen Zeilen in Resonanz gehst und du mehr und mehr in die Selbstliebe kommen möchtest (die beste Voraussetzung für Manifestationen aller Art!), freu ich mich, wenn du dich bei mir meldest, gerne per Mail an glueck(at)corinna.agrusow.com.


Du kannst in dein Leben ziehen, was du möchtest - das Universum unterstützt dich.

Welche Energie könnten besser dabei geeignet sein als Liebe?


Licht & Liebe, Corinna


PS: Wie immer, danke an Pixabay für die schönen Fotos!






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© 2020 Corinna Agrusow-Randt

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