Veränderungen mit offenem Herzen willkommen heißen



Ich habe vor ein paar Tagen ein Posting einer hier bei mir in Maintal ansässigen Yoga-Lehrerin gelesen, das mich sehr berührt und nachdenklich gestimmt hat. Da ich sicher bin, dass jeder von uns von ihrem Mindset profitieren kann, möchte ich den heutigen Blog-Beitrag nutzen, um genau darüber zu schreiben.


Ihre Posts sind grundsätzlich sehr herzlich und liebevoll. Man merkt, dass sie in ihrer Tätigkeit als Yoga-Lehrerin wirklich aufgeht. Und doch hört sie auf. Es geht wohl nicht mehr. Warum genau, weiß ich nicht.


In ihrer Bekanntmachung über die sozialen Medien schrieb sie sinngemäß, dass sie weiß, dass sich neue Türen erst dann öffnen können, wenn man alte geschlossen hat. Dass es keinen Sinn hat, auf den Tag X zu hoffen und zu warten, dass „es“ endlich besser wird.

Dass manchmal das Leben einfach von einem erwartet , einen Schlussstrich zu ziehen.



Voller Vertrauen darauf, dass das Leben sich auch künftig positiv entwickeln wird.


Wow, oder?


Ich habe darüber nachgedacht – und lade dich ein, das ebenfalls zu tun – an was ich festhalte in der vagen Hoffnung: Es wird schon (wieder)! Das kann ja alles Mögliche sein: Beziehungen, Bekanntschaften, Jobs, Hobbies, Reiseziele, eine bestimmte Essen, ein bestimmtes Auto, ein Lifestyle ... und so weiter.


Und ja, es gibt was, an dem ich festhalte. Bei mir sind es vor allem alte Unterlagen, Methoden, Seminar-Leitfäden, Moderationen und Vorträge, die ich irgendwann einmal erfolgreich durchgeführt habe – die im Laufe der Zeit aber nicht mehr nachgefragt wurden.

Trotzdem denke ich, ach, heb mal besser auf, wer weiß, wann ich es doch mal wieder gebrauchen könnte. Vielleicht interessiert sich ja mal wieder jemand für Vortrag A, Projekt B oder Seminar C.


Aber seien wir ehrlich: Selbst, wenn es so käme, dass mich jemand danach fragen würde – würde ich so noch arbeiten, wie ich es vor 10 oder mehr Jahren getan habe? Höchstwahrscheinlich doch nicht, schließlich habe auch ich mich sehr verändert. Ich würde bestimmt die Inhalte von damals heute ganz anders vermitteln. Neu einlesen oder einarbeiten müsste ich mich sowieso.


Es spricht also rein praktisch nicht viel dagegen, die alten Unterlagen loszulassen und in den Müll zu geben. Bei anderen Dingen wie Klamotten, Möbeln, Studienunterlagen und inzwischen auch Büchern kann ich das sehr gut, aber hierbei merke ich in mir echte Widerstände.


Möchte ich die Tür ganz zuschlagen?


Neben den Widerständen, die sich in mir ausbreiten, spüre ich aber auch ganz deutlich ein Gefühl von Freiheit! Deswegen schreibe ich heute darüber, vielleicht kannst auch du dieses Gefühl nachempfinden bei dem Gedanken: Wie wäre es, wenn ich dies oder jenes losließe? Wirklich hinter mir lassen würde? Einfach weg-drehen und weitergehen. Wie würde sich das anfühlen?


Meine geistige Welt gibt mir in Meditationen immer mal wieder den Impuls, dass ich vieles von dem, was ich auf meinem Weg gelernt habe – und das ich liebend gerne an andere Menschen in meiner Tätigkeit als Beraterin und spirituelle Begleiterin natürlich weitergeben möchte – vielleicht vor allem für mich selbst gemacht haben könnte? Wie wäre das?


Alles war gut für meinen Weg! Alles hat mich nach vorne gebracht, mir alten Ballast genommen, mich auf meinem spirituellen Weg weitergehen lassen. Das gilt es doch erstmal festzuhalten, nicht wahr?


Zuallererst habe ich für mich gelernt – und nicht für künftige potenzielle Klienten.


Heute haben wir den 1. Juli 2020. Das erste halbe Jahr dieses denkwürdigen Jahres 2020 ist bereits vergangen. Es liegen weitere 6 Monate vor uns.


Ich nehme mir die nächsten Tag Zeit und werde bis zum kommenden Sonntag 6 Themen wählen, die ich bis Jahresende losgelassen haben möchte. Und dann habe ich für jedes Thema 1 Monat, das zu tun. Klingt machbar, was meinst du?


Magst du dich ebenfalls von was befreien?

Ich würde mich freuen, wenn du mich das wissen lässt.

Zum Schluss zitiere ich gerne aus Tinas Post: „Ich sehe es nicht als ein Aufgeben... ich sehe es als einen Schritt in neue Abenteuer, in bessere Zeiten. Auch wenn wir keine Ahnung haben, was da auf uns wartet... Mit einem brutal tränenden Auge und einem glitzernd lachenden Auge lassen wir uns neue Karten geben.“ Danke, liebe Tina Achiti (https://www.facebook.com/tina.achiti) für deine Inspiration und alles, alles Gute für Euch!


Licht & Liebe, Corinna


Wie immer geht mein Dank an Canva für die in diesem Beitrag verwendeten Fotos.

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© 2020 Corinna Agrusow-Randt

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