Unsicherheit & Kontrollverlust: Wie gehe ich damit um?



Das Wort "Krise" wabert nun schon seit Wochen um die Welt. In sämtlichen Medien wird die aktuelle Corona-Krise zu etwas äußerst Bedrohlichem stilisiert. Es verwundert daher nicht, dass wir auch als Individuen in diesen Sog von negativen Informationen und Energien hineingezogen werden - wenn wir nicht aufpassen.


Ich habe mit Menschen gesprochen, die wortwörtlich zu mir gesagt haben, dass sie den ganzen Corona-Sch ... im Fernsehen nicht mehr sehen könnten. Die Berichterstattung frustriere sie, sie fühlten sich deprimiert, völlig antriebslos und einfach nur schlecht. Meine Frage könnt Ihr Euch sicherlich denken: "Warum schaust du es dir denn dann überhaupt an?" Die Antworten waren teilweise so wirr, dass ich den Eindruck bekam, meine Gesprächspartner stünden unter (kollektiver) Hypnose.


Ich finde das sehr erschreckend! Du auch? Ich relativiere hier nicht das Leid von Menschen, die schwer erkrankt sind, deren Familienangehörige sich im Krankenhaus befinden oder die ihre Oma nicht besuchen dürfen/sollen. Die Gespräche führte ich mit Menschen, die weder direkt noch indirekt von dem Virus betroffen sind - und die trotzdem in depressive Verstimmungen abgerutscht sind.


Da wir in der Dualität leben, gehen wir mal davon aus, dass alles zwei Seiten hat. Wenn man die zweite Seite nicht sofort sieht, muss man halt genau hingucken. Das Wort "Krise" entstammt dem lateinischen Wort „crisis“ und bedeutet Scheidung, Streit, Urteil - und ganz spannend: Entscheidung. Im Chinesischen übrigens beschreibt das Schriftzeichen für "Krise" auch gleichzeitig "Chance".


Die Gleichung sieht doch schon sofort viel freundlicher aus: Krise = Entscheidung = Chance. Krise wird zur Chance durch Entscheidungen, die wir treffen.


Dieser Tage wurde über die Ergebnisse einer Umfrage berichtet. Es ging um Ehen. Ich habe die Zahl nicht mehr im Kopf und auch den Artikel leider ins Altpapier gegeben, aber es war eine sehr hohe Zahl an Menschen, die zum Ausdruck brachten, dass sie ihren Partner nicht noch einmal heiraten würden. Die Krise hätte das an den (Partnerschafts-All-)Tag gebracht!


Dazu kann man doch Menschen erstmal beglückwünschen, meine ich. Ent-Täuschung (sich von der eigenen Täuschung befreien) und Klarheit sind doch immer besser als jahrelanges Rumdümpeln, nicht wahr? Jeder Mensch hat das Recht, seinen eigenen Weg zum Glück zu suchen. Und wenn ich ohne meinen Partner oder er ohne mich das besser hinzukriegen meine/meint, dann ist das so. Nicht schön, zugegeben, aber auch bei weitem nicht die Katastrophe, zu der Trennungen im allgemeinen oft gemacht werden. Für all diejenigen, die in ihrer Beziehung nicht mehr glücklich sind, gilt also: Trefft eine Entscheidung! Ergreift die Chance, die darin liegt! Am besten sofort. Denn: Besser wird's wahrscheinlich nicht.


Die Krise hat unbestritten dazu geführt, dass Menschen sich mit Existenzängsten auseinander-zusetzen haben. Auch darin liegen Chancen, für sich zu schauen und eine Entscheidungen darüber zu treffen:

  • Was brauch ich eigentlich wirklich?

  • Wo will ich sein?

  • Mit wem will ich sein?

  • Wieviel brauch ich?

  • Welche Alternativen habe ich?

  • Was wollte ich schon immer mal tun, ausprobieren, lernen ...

Zugegeben: Um sich diesen Fragen zu stellen, ist Zeit, Energie und Bewusstsein erforderlich! Es ist auf jeden Fall leichter, sich von Montag bis Freitag mürrisch zum Job zu schleppen und die Verantwortung abzugeben, als sich zu fragen, was man denn gerne wie anders hätte. Und bitte, ganz, ganz wichtig: Gespräche mit Freunden oder Familienangehörigen helfen in der Regel nicht weiter. Niemand will, dass du dich veränderst! Alle sollen schön im allgemeinen Strom bleiben nach dem Motto: "Mach es so wie wir alle!"


Erfreulicherweise ist auch das Gegenteil zu beobachten: Menschen, die entdecken, wie gerne sie ihren Job machen. Dass Homeoffice zwar funktioniert, sie aber den Kontakt zu ihren oft lieb gewonnen KollegInnen vermissen. Die für das, was sie vielleicht schon seit Jahren tun, eine neue Wertschätzung für sich erkennen können und Dankbarkeit empfinden. Das ist toll!


Wenn du mich also fragst, was man gegen die Gefühle von Unsicherheit und Kontrollverlust tun kann, lauten meine Empfehlungen:

  • Nachrichtenkonsum radikalst reduzieren

  • ebenso alle Berieselungen durch TV, Mobiltelefon, Soziale Medien, etc.

  • vielleicht mal eine Woche "ohne"?

  • sich klar machen, dass das eigene EGO Amok läuft - und den Rest von dir mit schlechten Gedanken und Gefühlen überhäuft. Übernimm Verantwortung und denk was anderes!

  • Wie? z.B. raus in die Natur gehen, sich ein schönes Plätzchen suchen und die Umgebung, das Grün, das Vogelgezwitscher auf sich wirken lassen

  • ein Tortendiagramm zeichnen mit den wichtigsten Lebensbereichen und diese nach deiner aktuellen Zufriedenheit bewerten. Es kommt echt selten vor, dass das gesamte Leben eine Baustelle ist!

  • wähle den Bereich aus (z.B. Job oder Partnerschaft), der gerade für echt miese Gefühle bei dir sorgt. Frage dich, welche eine Sache du da lassen könntest und welche eine Sache du verändern möchtest. Setz dir dafür einen zeitlichen Rahmen bis September oder Ende des Jahres, je nachdem, was du vorhast.

  • Unterscheide zwischen dem, was tatsächlich gerade IST. Und dem, was du dir einbildest.

  • Wenn du den Unterschied nicht ausmachen kannst, such dir einen Coach.

  • Treibe Sport, wenn du sportlich bist, gehe viel spazieren, wenn du nicht so sportlich bist. Meditiere/lerne zu meditieren, wenn du lieber zu Hause bist. Hierbei kann ich dir gerne helfen!

Wenn du auf einer Bank in einer schönen Umgebung sitzt, deinen Geist öffnest und deine Seele baumeln lässt, dann beruhigt sich dein System (vorrangig dein Ego!) recht schnell und gibt dir weitere Antworten, die für dich passen. Deswegen liebe ich offene Fragen so sehr. Frag dich: Was würde mir jetzt guttun? Was würde mir ein Gefühl von Sicherheit & Geborgenheit geben? Wenn du eine Antwort vernimmst, tu es! Sorge für dein inneres lärmendes Kind, das einfach nur Angst hat und vor dir Zuwendung und Trost braucht.


Wenn du Hilfe und Unterstützung in Zeiten einer Krise gebrauchen kannst, steh ich dir gerne als deine spirituelle Coach zu Seite. Einmal, mehrmals ... du entscheidest! Zum Kennenlernen kannst du auch erstmal nur ein halbstündiges Coaching buchen. Ruf mich an, damit wir gemeinsam herausfinden, was dir gut tun könnte: 0173 342 07 21 oder sende mir eine Mail.


Licht und Liebe, Corinna


Vielen Dank an Pixabay für die heutigen Fotos!






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© 2020 Corinna Agrusow-Randt

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