Neu: Blog-Reihe "Coaching". Heute: Für was brauch ich 'nen Coach?



Mit dem heutigen Blog-Beitrag beginne ich in loser Folge eine eher allgemeine Reihe über „Coaching“. Denn ich möchte ja nicht nur für diejenigen schreiben, die eh schon wissen, was ein Coach tut bzw. ich wie warum was tue und die meinen ganz speziellen Bereich des spirituellen/energetischen Coachings bereits kennen und für sich nutzen. Sondern auch für all die, die sich über diesen Blog auch mit der Welt des Coachings vertraut machen möchten.


Noch immer ist die Meinung weit verbreitet, dass persönliches Coaching nur was für Sportler, Führungskräfte oder Vorstände sei. „Ich brauch so was nicht!“ oder „Ich kann das selbst!“ sind Aussagen, die ich oft höre.


Für mich stellt sich dabei sofort die Frage: Wenn Menschen sagen, dass Coaching nur was für vermeintliche High Performer sei –

als was sehen sie sich dann selbst?


Warum lassen sich z.B. Sportler coachen? Zum einen natürlich, um ihre körperlichen Leistungen zu steigern, um in dem, was sie tun, besser zu werden. Schneller, wendiger oder technisch versierter. Zum anderen – und das ist der Bereich, der meines Erachtens nach alle angehen sollte -, um den eigenen Mentalkörper in den Griff zu bekommen.


Das ist der Teil, der ständig so Sachen sagt wie:

  • Das schaffst du eh nicht!

  • Du wirst nie so gut/so schlau/so dünn/so begabt/so erfolgreich wie XY …

  • Damit wirst/kannst du keinen Erfolg haben!

  • Schon deine besten Freunde/dein Vater/dein Cousin sind an diesem Vorhaben gescheitert, warum soll es dir gelingen?

  • Wer interessiert sich für das, was du tust?

  • Wer bezahlt denn für so was?

  • Und davon willst du leben? Träum weiter!

  • und so weiter und so weiter


Leider beeinflusst der Mentalkörper – also unsere Gedanken – direkt unseren Körper, der mit Gefühlen auf unsere Gedanken reagiert. Und: Ungute Gedanken machen nun mal ungute Gefühle, während gute Gedanken gute Gefühle machen. Eigentlich ganz einfach.


Es gibt diese wunderbare Geschichte von dem englischen Meilen-Läufer Roger Bannister, der am 6. Mai 1954 als erster die magische Schallmauer von 4 Stunden auf dieser Strecke von gut 1.600 Metern durchbrach. Er lief die Meile in einer Zeit von 3:59:04 Minuten. Bis zu diesem Zeitpunkt waren viele der Meinung, dass es dem Menschen nicht möglich sei, so schnell zu laufen. Mediziner waren der festen Auffassung, der Körper würde unter dem Druck zusammenbrechen.


Das beste an der Geschichte ist nicht, dass Roger Bannister die Barriere tatsächlich durchbrach. Sondern dass kurz danach vielen weiteren Läufern das gelang, was zuvor als unmöglich galt.

Bannister hat also tatsächlich auch eine Mauer in den Köpfen der Menschen eingerissen, als er seinen Rekord in Oxford aufstellte. Aktuell liegt der Weltrekord übrigens bei 3:43:13 Minuten.


Was will ich damit sagen? Ich bin sicher, dass in jedem von uns etwas steckt, das entdeckt werden will. Ein Potenzial, das sich entfalten will. Eine Idee, die durch uns in diese Welt soll. Ein Projekt, ein Buch, eine Tätigkeit, eine Erfindung, eine Haltung, Liebe, Geduld, Frieden … was auch immer.


Doch die Glaubenssätze in uns sind mächtig, nicht wahr? Das wissen wir alle, das ist ja nun wirklich kein Geheimnis! Und gerade, weil wir darum wissen (könnten), sollten wir doch alles unternehmen, uns unserer einengenden und blockierenden Gedankenmuster zu entledigen und uns zur Entfaltung zu bringen.


Diese Grund-Einstellung setzt natürlich voraus, dass wir an so etwas wie Wachstum und Entwicklung durch Bewusstseins-erweiterung glauben.

Wenn man das nicht tut, wird man auch keinen Sinn in Persönlichkeitsentwicklung oder im Ausleben seiner Potenziale sehen.

Ich akzeptiere das natürlich, finde es aber sehr schade.


Wie oft werden Menschen erst durch (schwere) Krisen in ihrem Leben daran erinnert, dass sie nicht nur hier sind, um zu funktionieren, auf Autopilot zu sein oder sich schweigend und duldend ihrem vermeintlich zugewiesenen Platz im Leben zu fügen.


Ich liebe das Zitat von Einstein: „Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem - ein Schaf sein.“


Menschen, die wie Roger Bannister ihren ganz persönlichen Meilenstein haben, eine Vision davon, was sie erreichen wollen, was sie ihre ureigenen Potenziale leben lässt – diese Art von Menschen suchen sich einen Coach, einen Berater, einen Trainer, der sie – in ihrem Sinne - besser macht.

Denn sie wollen ja ein Ziel erreichen und sich nicht von alten, überkommenen Glaubenssätzen und Gefühlen von dem abbringen lassen, was sie wollen. „Ich kann das selbst!“ klingt doch wie der trotzige Protest eines Kindes, oder? Natürlich kriegt man selbst vieles hin, keine Frage. Aber man muss doch wenigstens mal eine Ahnung haben, wie und womit man anfängt, oder? Bei vielen Menschen scheint die Leidensfähigkeit sehr groß zu sein …


Und natürlich absolvierte Bannister auch viele Stunden Arbeit & Training. Ich kann mir kaum vorstellen, wie oft der seinen sog. inneren Schweinehund überwunden haben muss! Ja, das gehört dazu! Ist doch klar! Schließlich war es seine Meile, die er lief, und nicht die Meile seines Trainers.


Obwohl ich mir selbst gut helfen kann in allen möglichen Alltagssituationen, nehme auch ich gerne und selbstverständlich die Leistungen einer anderen Coach oder meines spirituellen Lehrers regelmäßig in Anspruch. Das ist doch eine spannende Sache! Ich habe schon viele Meilensteine für mich gerissen – und es geht für mich immer weiter. Ich habe entschieden, nicht zu warten, bis sich etwas von alleine ergibt. Bis sich eine Blockade möglicherweise von alleine löst. Oder mein Konflikt sich innerlich von ganz alleine befriedet. Kann passieren, durchaus, kann aber auch dauern. Daher habe ich beschlossen, nicht zu warten. Dafür ist mir das Leben dann doch zu kurz!


Warum sollte ich? Ich bin so froh und dankbar, dass es andere Menschen gibt, an die ich mich wenden kann. Und das nicht nur als „Feuerwehr in der Stunde der Not“. Sondern als ständige Begleitung in meinem Leben.


Um bald meinen nächsten Meilenstein zu feiern!


Bist du auch so ein Mensch? Was ist dein Meilenstein?


Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen und dich beim Erreichen deines Ziels mit dem zu unterstützen, was du dafür wirklich brauchst!


Licht & Liebe


Corinna


Wie immer danke ich Pixabay.com für die in diesem Beitrag verwendeten Fotos.


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© 2020 Corinna Agrusow-Randt

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