Nach Corona: Was wirst du aus der Krise neu in dein Leben integrieren?



Letzte Woche habe ich dich gefragt, ob du das Gefühl hast, im „Selbstoptimierungswahn“ zu stecken. Oder ob du einfach deine Ruhe haben möchtest. Und dich gefragt, ob das überhaupt ein Widerspruch sein muss. Könnte denn nicht beides gelingen?


Es ging und geht mir für mich selbst und natürlich auch für meine Klienten nicht darum, dieser 3D-Welt „besser zu gefallen“. Sondern in ihr leichter zu leben, gesund zu bleiben, die eigenen Potenziale zu heben, das eigene Ding zu machen. Zu erkennen, wer man ist und warum man ist. Was die eigene Seele eigentlich will. Mit dem Ziel: Freiheit. Das ist mein größter Wert.


Seit Wochen finden wir uns nun alle in einer für uns völlig neuen Realität wieder. Gestern formulierte es eine Bekannte so: Ich habe das Gefühl, ich wache morgens nicht mehr aus einem Alptraum auf, sondern gehe gleich wieder in ihn rein. Geht es dir auch so? Ich denke, es gibt niemanden, der das nicht versteht bzw. dem es nicht auch zumindest hin und wieder so geht.


Aber: Ich nehme auch mehr und mehr wahr, wie viele Menschen die positiven Seiten des Shutdowns erleben. Allein die Ruhe und den Frieden, die wir hier genießen dürfen, seitdem der Flughafen mehr oder weniger dicht ist. Was mich sehr berührt hat, war der Bericht einer jungen Mutter in unserer Tageszeitung darüber, dass die größere Gewinnerin der Krise in ihrer Familie die 5jährige Tochter sei, die die neuen Freiheiten nicht nur am meisten genieße, sondern in der kurzen Zeit deutlich an Kreativität und Selbstbewusstsein gewonnen habe. Und das, wohlgemerkt, OHNE Kindergarten- oder ganztägige Eltern-Bespaßung. Wie wunderbar ist das? Und in welche Strukturen pressen wir gewöhnlich schon die allerkleinsten unserer Gesellschaft?


  • Was ist es bei dir?

  • Welche positiven Aspekte kannst du dieser außergewöhnlichen Krise entnehmen?

  • Was möchtest du auf jeden Fall in die „Zeit nach Corona“ hinüberretten?

  • Vielleicht deine Tage im Homeoffice? Vielleicht länger schlafen?

  • Den bewussteren Umgang mit den Stunden eines Tages?


Was immer es ist, schreib es dir JETZT auf – sollte der Alltag, so wie wir ihn gekannt haben, zurückkehren, wären deine Wünsche und positiven Ausrichtungen sonst möglicherweise schnell wieder vergessen.


Sicher wird es auch in deinem Leben das Gegenteil geben:

Dinge, Menschen, Situationen, die du nicht mehr in deinem Leben haben möchtest. Oder nur unter veränderten Rahmenbedingungen.


Schreib dir auch diese Dinge jetzt auf! Und sei dabei ehrlich zu dir! Wenn du die regelmäßigen Treffen mit Kumpels aus der Nachbarschaft in einer verräucherten Kneipe zum Skat spielen überhaupt nicht vermisst – DANN LASS ES AUCH IN ZUKUNFT SEIN.


Wenn du jetzt in den letzten Wochen gemerkt hast, dass deine beste Freundin dich immer nur mit ihren Sorgen und Problemen belastet (was dir jetzt erst auffällt, da sie dich ständig anruft), bring es zur Sprache oder reduziere den Kontakt mit ihr. Eine Freundin sagte eben am Telefon, dass sie künftig schon bewusster mit Begrüßungen umgehen werde, nicht immer muss eine Umarmung oder das berühmte Küsschen links, Küsschen rechts sein. Das nehme ich gerne als Anregung für mich auf.


Wenn du vor 10 Jahren ein Hobby angefangen hast und inzwischen in deinem Verein einen Posten als Schriftführer hast – und du merkst jetzt, dass dir weder das Hobby noch länger zusagt noch du die Menschen vermisst, mit denen du das geteilt hast –

DANN LASS ES IN ZUKUNFT SEIN.


Wenn du dich über die Berichterstattung im Fernsehen aufregst, DANN LASS ES JETZT SCHON SEIN.

Niemand zwingt dich, den Fernseher anzumachen oder anzulassen.


In meinen Beratungen habe ich naturgemäß mit Menschen zu tun, die irgendetwas in ihrem Leben verändern wollen. Wenn wir ein anderes Leben wollen, müssen wir uns zuerst verändern. Unsere Art zu denken und zu fühlen, was wir reden und wie wir handeln. Das gilt immer!


Mach dir bewusst, dass die meisten Menschen in normalen Zeiten auf „Autopilot“ sind. Sie denken jeden Tag dieselben Gedanken, fühlen dieselben Gefühle, reden über dieselben Dinge in derselben Weise wie immer und tun den ganzen Tag lang das, was sie immer tun.


WIE SOLL DARAUS WAS NEUES ENTSTEHEN? Das ist schlicht nicht MÖGLICH!


Jetzt haben wir alle gemeinsam die Chance, etwas zu verändern. Wir sind aus unserem Schlafmodus gerissen worden. JETZT können wir - jeder für sich und vielleicht in kleineren Gemeinschaften - entscheiden, wie wir künftig miteinander umgehen und leben wollen. Welche alten Gewohnheiten können wir ablegen – und auch in Zukunft nicht mehr aufnehmen?

Zum Wohle von jedem einzelnen, aber auch zum Wohle aller.


Was meinst du dazu? Würde mich über deine Meinung freuen!


Wenn du dich bereits entschieden hast, was du künftig auf jeden Fall lassen und was du verstärkt in deinem Leben haben möchtest, du aber keinen Plan hast, wie du ein für alle Mal alten Ballast loswerden kannst, um Platz für was Neues in deinem System zu machen, freu ich mich, wenn du dich bei mir meldest. Ich arbeite derzeit mit meinen Klienten übers Telefon, aber auch online oder auch ein einfaches E-Mail-Coaching sind machbar.


Licht und Liebe, Corinna


Dank an pixabay.com und canva.com für die Fotos.

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© 2020 Corinna Agrusow-Randt

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