Muss ich die Zeit für "Selbstoptimierung" nutzen? Oder darf ich einfach meine Ruhe haben?



Die Corona-Krise wirkt sich nun schon seit mehreren Wochen auf unser Leben aus. Jede/r von uns erlebt die Zeit anders. Jede/r befindet sich in einer anderen Situation. Es ist daher ziemlich absurd, einzelne Lebensentwürfe von Menschen nun gegeneinander auszuspielen, so wie ich das den (sozialen) Medien der letzten Tage entnehmen konnte: Eltern gegen Kinderlose, Eltern von kleinen Kindern gegen Eltern von größeren Kindern, Ältere gegen Jüngere, Angestellte gegen Selbstständige … bestimmt habe ich in dieser Aufzählung noch jemanden übersehen.


Interessant fand ich folgende Frage, über die ich just gestern gestolpert bin:

Muss die Zeit, die viele (nicht alle!) von uns jetzt „mehr“ haben als vor der Krise, unbedingt für „Selbstoptimierung“ genutzt werden? Darf man auch mal seine Ruhe haben und einfach sein?


Hinter dieser Frage steckt wahrscheinlich ein Gefühl der Überforderung, was jede/r von uns nachvollziehen kann. Viele Menschen wissen gerade nicht, wohin mit ihren diffusen Ängsten und Sorgen, viele haben sich mit diesen Gefühlen irgendwie in der Corona-Zeit eingerichtet. So langsam gewöhnt man sich ja fast daran.


Ich kann gut verstehen, dass Menschen, die gerade von diversen unguten Gefühlen übermannt werden, nicht auch noch stets und ständig das Gefühl zusätzlich haben wollen, ein Versager zu sein, nur weil man eben nicht die ganzen Weiterbildungsangebote in Anspruch nimmt, die gerade so reinflattern. Auch wenn sie online, zum allergrößten Teil kostenfrei oder sehr stark im Preis reduziert sind.


Auch ich als Coachin habe mein Beratungsangebot dieser besonderen Zeit angepasst. Ich coache Menschen am Telefon. Allerdings auch schon vor der Krise. Das fanden meine Klienten und ich praktisch, vor allem die, die eine längere Fahrt auf sich hätten nehmen müssen, um mich persönlich zu treffen.


Ein kurzes „Raus-aus-der-Corona-Angst“-Angebot habe ich entworfen, um für Menschen, die noch nie irgendetwas mit energetischem Coaching/Quantenheilung oder Channelings zu tun hatten, die Schwelle, mich zu kontaktieren, möglichst niedrig zu halten. Natürlich habe auch ich mich inzwischen mit der Zoom-Technik angefreundet. Vielleicht kann ich auch das eine oder andere Thema mal als Online-Kurs herausgeben. Warum nicht, der Trend geht ja eindeutig und unumkehrbar in diese Richtung – und bietet ja in der Tat auch viele Vorteile.


Wie viele Berater und Trainer bin auch ich der Meinung, dass die beste Investition von Energie, Geld und Zeit immer ins eigene System ist. Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, diese Haltung als „Selbstoptimierungswahn“ zu etikettieren. Es wäre spannend, von Euch zu wissen, wie Ihr das seht. Würde mich freuen, von Euch darüber zu lesen.



Mein Verständnis ist immer gewesen: Alles, was ich für mich tue, was ich lerne, welches Seminar ich besucht habe, welche Lehrer ich konsultiert und welche Bücher ich auch immer gelesen habe – alles sollte mich näher zu mir selbst bringen. Zu dem spirituellen Wesen, das ich eigentlich/auch bin. Die Idee, für andere „produktiver“ zu sein, „angenehmer“, „fitter“ … etc. war nie meine. Darum hatte ich als Trainerin hin und wieder Probleme im Business-Kontext, weil da natürlich der Optimierungsansatz im Vordergrund steht - und nicht in erster Linie die Bedürfnisse der MitarbeiterInnen.


Trotzdem: Könnte nicht beides gelingen? Könnte es darum gehen, dieser 3D-Welt nicht „besser zu gefallen“, sondern in ihr leichter zu leben, gesund zu bleiben, die eigenen Potenziale zu heben, das eigene Ding zu machen? Zu erkennen, wer man ist und warum man ist? Was die eigene Seele eigentlich will?


Warum Quantenheilung? So lautete oft meine Einstiegsfrage bei den Matrix-Seminaren. Die Antwoirt gab bildlich ein Schwamm, den ich zusammengedrückt in einer Hand hielt und den ich langsam „zur Entfaltung“ brachte – das sagt für mich alles darüber aus, warum wir die Arbeit an uns machen, machen sollten und welche Errungenschaften am Ende eines Tages dabei herumkommen können. Aber diese Errungenschaften zeigen sich eben nicht unbedingt in einem super erfolgreichen (nach alten Maßstäben) 3D-Leben. Sondern in einem Leben in Balance zwischen 3D und 5D, zwischen dem Leben hier und deinem Sein, das Ruhe und Meditation, Natur und gute Gespräche, kurz alles Hochschwingend liebt.


Insofern, ja, natürlich, kann der Leser „einfach nur seine Ruhe haben und sein“ – das sollte am Ende des Tages doch bei jedem von uns sein.


Und alle, die nicht wissen, wie man in dieses Sein kommt, die es aber gerne wissen und erleben wollen, für die stehe ich als spirituelle Coach gerne zur Verfügung. Telefonisch oder online, egal. Hauptsache, wir treffen uns.

Licht & Liebe, Corinna


Vielen Dank an canva.com und pixabay.com für die Fotos.

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© 2020 Corinna Agrusow-Randt

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