Geh deinen eigenen Weg!


Heute möchte ich mehr aus meinem Alltag als Spirituelle Coach erzählen. Nachdem ich letzte Woche im Beitrag geschrieben habe, für was man überhaupt eine/n Coach braucht, möchte ich heute den Schwerpunkt auf „Energetisches“ oder „Spirituelles“ Coaching legen. Und dir ein bisschen näherbringen, was es damit auf sich hat.


Ich denke, dass es inzwischen im allgemeinen Coach-Mainstream angekommen ist, dass wir mehr sind als es auf den ersten Blick scheint. Also nicht nur "Materie", sondern auch Gedanken und Gefühle, Herz und Seele, Licht und Energie. Vielleicht magst du an dieser Stelle selbst mal kurz darüber nachdenken, wie deine Antwort lauten würde, würde ich dich fragen: „Wer bist du?“


Das, was die meisten dazu als allererstes sagen, ist:

  • Mein Name ist XY. Ich bin soundsoviele Jahre alt.

  • Ich bin Mutter/Vater/Ehemann …

  • Ich bin Buchhalter/Lehrerin/Politiker …

Im Coaching sind die Klienten verständlicherweise im Problem-Modus und sagen mir Dinge wie:

  • Ich bin arbeitslos

  • Ich bin krank

  • Ich bin auf der Suche nach einem neuen Job/neuen Partner/neuen Leben

Das mag ja alles stimmen.


Aber: WER BIST DU?


Du merkst vielleicht: Es sind hoch philosophische Fragen, die ich meinen Klienten im Coaching-Prozess stelle. Und auf die sie im Laufe des Prozesses für sich und für ihr System aktuelle passende Antworten finden. Aktuell deswegen, weil gerade auch dieses spirituelle Weltbild ständigen Veränderungen unterworfen ist, ja, sich sogar ständig verändern muss.


Was wir nicht sind ist: auf eine Sache festgelegt. Oder auf eine Rolle. Definiert sich Mensch-Sein nicht immer wieder neu? Das, was für dich vor 10 Jahren richtig und sinnvoll gewesen sein mag, ist es möglicherweise heute nicht mehr.


Und das ist doch in Ordnung! Was sollte daran schlimm sein? Warum kommt das aber doch für so viele Menschen einer persönlichen Katastrophe gleich?


Überleg mal: Es gibt viele Menschen, vielleicht gehörst du ja auch dazu, die entscheiden sich mit 18 Jahren oder so für eine Ausbildung in einem bestimmten Beruf. Es ist doch möglich und recht wahrscheinlich, dass der ihnen mit 40 Jahren nicht mehr gefällt. Dann macht es doch Sinn, sich nach möglichen Veränderungen umzusehen, anstatt weitere 27 (!) Jahre bis zur Rente in diesem Job auszuharren.


Anderes Beispiel: Menschen heiraten, in der Regel recht jung. Der Mann, den ich mit 27 geheiratet habe, war mein Partner, der mit mir fürs Abi gelernt hat und mit dem ich wunderbare Studienjahre im Ruhrgebiet verbracht habe. Wir waren uns gegenseitige Begleiter während unserer Studienzeit und in den ersten Jahren unseres Berufslebens. Und irgendwann hat es nicht mehr gepasst. Er wollte seinen Weg nach seinen Vorstellungen weitergehen, ich meinen Weg nach meinen. Und auf einmal ging es nicht mehr zusammen. Die Trennung/Scheidung war traurig und auch nicht schön – aber sie hat jedem von uns die Freiheit gegeben, uns auf unseren Wegen weiterzuentwickeln, ohne dass eine/r einen zu hohen Preis bezahlt hätte. Sich zu verbiegen, ist ein verdammt hoher Preis, findest du nicht auch?


Betrachte ich mein Leben als Weg, den ich gehe – und nicht als statisches Sein in einem einmal in jungen Jahren (von wem überhaupt?) festgelegten Zustand – dann erschließt sich daraus, dass mich allein das Gehen des Weges verändern wird. Und ich verändere den/meinen Weg, das klingt doch plausibel, oder? In einem Quanten-Universum ist nichts festgelegt, sondern alles steht als Potenzial im Raum zur Verfügung. Wenn ich meine Potenziale entdecke, entfalte und zum Ausdruck bringe, ändere ich den Weg. Für mich und für andere. Um im Bild zu bleiben: Ich weiß nicht, was mich hinter dem Hügel oder um die nächste Ecke erwartet. Aber ich kann es ein Stück weit steuern, was ich erwarten bzw. erfahren will. Und selbstverständlich werde ich ein anderer Mensch am Ende des Weges sein als am Anfang.


In meinen Coaching-Gesprächen stellt sich des Öfteren die Frage, welchen Weg die Klienten eigentlich gehen.

  • Ist es ihr Weg?

  • Ist es der ihrer Eltern?

  • Der ihres verstorbenen Geschwisters?

  • Der, der ihnen von einem Glaubenssystem vorgegeben wird?

Wenn Menschen feststellen, dass sie kleinere oder größere Richtungskorrekturen auf ihrem Weg vornehmen wollen bzw. müssen, dann verläuft das in der Regel nicht konfliktfrei. Sie treffen auf Hindernisse im Außen. Sie treffen auf Hindernisse im Innern. Sie fühlen sich hin- und hergerissen.

Und genau da setzt meine Arbeit an:

  • Welcher Teil von ihnen fühlt was?

  • Welcher Teil will was aus welchem Grund?

  • Wer fühlt sich übergangen, übersehen?

  • Wer nicht ausreichend wertgeschätzt?

Und dann wird verhandelt. Dabei bin ich meinem Klienten behilflich. Ich biete einen energetischen Verhandlungsraum und fungiere als Sitzungsleiterin, so könnte man sagen. Die Verhandlungen gehen manchmal recht schnell, manchmal dauern sie. Das weiß man allerdings vorher nicht.


Die inneren energetischen Teile – oder die sogenannten "Inneren Kinder" – sitzen dabei vielleicht auf dem Mental-Körper. Oder auf dem Emotional-Körper. Oder auf der Seele, unserem spirituellen Körper. Unser physischer Körper wird bei allen inneren Konflikten natürlich in Mitleidenschaft gezogen - im wahrsten Sinne des Wortes leidet er mit. Mal mehr, mal weniger, je nachdem wie lange der ungelöste Konflikt bereits schwelt.


Kommen wir erfolgreich zu einer Lösung, einem Kompromiss, dann atmen alle Teile auf. Das spürt der Klient sofort im Körper. Gefühle von Leichtigkeit, Leere, Verbundenheit, Liebe, Verständnis … durchfluten das System.


Und dann? Geht der Klient seiner Wege! Ich freu mich immer, wenn ich zwischendurch per Mail oder WhatsApp mal höre, wie es geht oder wie eine Situation im Außen sich entspannt hat durch unsere energetische Ausgleichsarbeit. Und ich freu mich ebenfalls, wenn er oder sie sich nach Wochen oder Monaten wieder meldet. Und wiederum mit mir arbeiten möchte und die nächsten Stunden bucht. Weil der eigene Weg vielleicht erneut zu steil erscheint oder zu viele Steine darauf liegen, die man nicht alleine wegräumen kann. So wird der Weg/das Leben nicht zum Drama, sondern man geht einfach weiter.

Man bleibt nicht stecken, sondern lernt wieder was über sich, die anderen, das Leben. Man lässt los, findet einen alternativen Weg, eine neue Möglichkeit, probiert diese aus. Man geht weiter. Einfach weiter.


So mach ich das übrigens auch.


Wäre das auch was für dich?

Wenn du Fragen zu einem Coaching-Prozess hast, wenn du mehr darüber wissen willst, wie ich arbeite, dann fände ich es schön, dir deine Fragen in einem für dich unverbindlichen Telefongespräch zu beantworten. Ruf mich dazu einfach an: 0173 – 342 0721.


Licht & Liebe,

Corinna


Herzlichen Dank wie immer an Pixabay.com für die Fotos!



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© 2020 Corinna Agrusow-Randt

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